In jenen alten Zeiten wurden Götterfiguren manchmal durch
lebende Menschen dargestellt. So ist es vorstellbar, daß im
Eponakult (Epona = keltisch-römische Pferdegöttin) eine Frau
auf einem Pferd, mit den Symbolen der Fruchtbarkeit in der
Hand, durch die Markung zog, um den Segen der Gottheit für
Vieh und Acker zu erbitten.
Später, als man die Bedeutung dieser Handlung vergessen
hatte, aber dieses alte Brauchtum immer noch pflegte,
entwickelte sich das Traisreiten, welches später sogar zu
einem sportlichen Wettrennen wurde.
Da es beim Festtag des Traisreitens zu Alkoholmißbrauch,
Schlägereien und anderen Exzessen kam, wurde das Traisreiten
im Jahre 1806 durch Großherzog Carl Friedrich abgestellt.
Am 14. Oktober 1962 wurde in Zusammenarbeit der
Königsbacher Heimatfreunde mit dem Reit- und Fahrverein der
in Vergessenheit geratene Brauch des Traisreitens wieder zum
neuen Leben erweckt.
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